Sommerpause!

IMG_6418

Ich bin jetzt gut zwei Wochen unterwegs und werde aller Voraussicht nach nicht kochen. Euch allen eine gute Zeit, wenn Ihr Anregungen braucht, Yotam Ottolenghi hat tolle Rezepte, Jamie Oliver kocht quick and dirty, seine Rezepte funktionieren meistens und mein Lieblingskochbuch ist immer noch das mit dem roten Löffel von Zabert/Sandmann, das ganz prosaisch Kochen heisst. Bis demnächst.

Grillbeilage

IMG_6384

Es ist mal wieder Gruppengrillen an einer Wanderhütte angesagt, jeder bringt sein Fleisch mit und dann noch was für’s Buffet. Das Zubereiten von Schichtsalaten und Burgersalaten überlasse ich gerne anderen.

Deshalb heute frisch und einfach:

Melone in Würfel schneiden, abwechselnd rohen Schinken, Minzblatt, Melone auf einen Spiess pieksen.

Und auf der rechten Seite kleine Tomaten, kleine Mozarella Kugeln (gibt’s auch schon als Büffelmozzarella) abwechselnd aufspiessen und dazwischen immer eine Basilikumblatt. Sollte von den Tomaten/Mozzarellaspiessen noch was überig bleiben, lassen die sich prima am nächsten Tag zu einer Nudelsauce verarbeiten.

 

Pizza

Heute war Pizzatag und ich habe ein Teigrezept ausprobiert, das mir aus den Weiten des Netzes besonders ans Herz gelegt worden ist. Es hat vor allem den Vorteil, dass man den Teig ganz gemütlich am Vortag (es dürfen sogar mehrere Tage im voraus sein)  machen muss.

Für vier Personen:

6 gr Hefe (ein achtel Würfel)

500 gr Mehl

310 ml kaltes Wasser

20 gr Salz

300 gr Mehl in eine Schüssel geben, Hefe darüber bröseln,  Wasser und Salz dazugeben und 2-3 Minuten umrühren. Den Teig abdecken und ca. 20 Minuten ruhen lassen.

Dann den Teig wieder 5 Minuten kneten, beziehungsweise eher rühren. Dann das Mehl sukzessive dazugeben und wieder 20 Minuten ruhen lassen.

Den Teig dann auf eine bemehlte Fläche geben und in die entsprechenden Portionen aufteilen, in eine Schüssel geben (der Teig geht auf, die Schüssel gross genug wählen), mit Mehl bestäuben und etwa 24 Stunden in den Kühlschrank geben.

Dann den Teig wie gewohnt verarbeiten und die Pizza so belegen, wie man es mag. Wir brauchten heute auf Wunsch eines Essers unbedingt eine pilzfreie Zone. Die Pizza (sofern der Backofen das zulässt) bei 300 Grad auf der unteren Stufe backen, bis der Käase leicht bräunlich wird und der Teig auch anfängt, etwas Farbe anzunehmen.

Dazu gerne Chiliöl und klein geschnittener Ruccola.

Der Teig war prima, aber ein so grosser Unterschied zu dem herkömmlichen Verfahren, mit dem ich Pizzateig hergestellt habe, habe ich nicht feststellen können.

 

Blätterteig Snack

IMG_6299

Fürs Fingerfood-Buffet morgen Mittag in der Schule was Schnelles und Einfaches.

Dazu braucht man:

TK Blätterteig (bitte drauf achten, dass da wirklich nur Butter, Mehl, Wasser und Salz drin ist, gibt es etwa von der Edeka Eigenmarke)

klein geschnittener geräucherter Schinken

geriebener Gouda

Tomatensauce

kleingeschnittener Salbei

etwas Paprikapulver oder ähnliches

ein rohes Ei

Den Blätterteig auftauen, dann die Quadrate quer legen und die eine Seite des Dreiecks unter Auslassen der Ränder mit Tomatensauce einpinseln, Schinken, Salbei, Käse und Paprikapulver drauf geben, zusammenklappen, die Ränder gut zusammendrücken und die „Zipfel“ jeweils einmal eindrehen (kann man aber auch anders gestalten). Dann die fertigen Blätterteigtaschen mit verschlagenem rohen Ei einpinseln (gibt eine schönere Farbe), ein paar Salzkristalle und etwas Salbei oben drauf streuen.

Dann das Ganze bei gut 220 Grad (Blätterteig mag es gerne sofort sehr heiss) im fen etwa 20 Minuten backen, bis der Teig gut aufgegangen und leicht gebräunt ist.

Natürlich kann man diese Taschen auch ganz anders füllen, da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Pfingstmontags Reste

Das Frühjahr und der Frühsommer leben schon ein wenig von den Wiederholungen, so gab es am Pfingstmontag mal wieder Spargel in Orangensauce, diesmal minimal variiert. Wie man sieht, habe ich den Spargel klein geschnitten und in Butter und etwas Olivenöl bei nicht zu hoher Temperatur gebraten, den Orangensaft und etwas Zitronensaft hab ich dann erst später hinzugefügt. Salz und Zucker aber von Anfang an. Aber im Prinzip ist es dieses Rezept: https://henriettekocht.wordpress.com/2017/03/30/spargelwochenende-lieblingsrezept/

Und als Hauptgericht gab es endlich das Rhabarberschwein, diesmal mit einem Duroc Schweinerücken (muss also nicht unbedingt Filet sein) und frisch geerntetem Rhabarber von Freunden. https://henriettekocht.wordpress.com/2017/05/15/rhabarber-schwein/

Der Besuch hat den Nachtisch mitgebracht, wäre dies nicht der Fall gewesen, hätte ich wahrscheinlich das dazu gemacht: https://henriettekocht.wordpress.com/2017/04/11/mascarponecreme-mit-erdbeeren/

Und heute gab es dann den Rest: die übrig geblieben Kartoffeln als Bratkartoffeln, das Schwein klein geschnitten und im Rhabarber erwärmt. Vom Nachtisch war allerdings schon längst nichts mehr da. Spricht für den Besuch.

 

Thunfisch mit Ofentomaten

Heute Mittag wieder was ganz schnelles, einfaches:

Pro Person:

1 Thunfischsteak

2-3 Tomaten

100 gramm Nudeln

Zitronenscheiben

Olivenöl

1 Zehe Knoblauch

Za atar oder Herbes de Provence

Pfeffer

Salz

Zucker

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen, eine feuerfeste Form mit etwas Olivenöl ausgiessen, die in dicken Scheiben geschnittenen Tomaten draufgeben, mit Zucker bestäuben, mit ZA atar oder Herbes de Provence, Pfeffer und Salz würzen. Mindestens eine halbe Stunde im Ofen lassen.

Die Thunfischfilets waschen, abtrocknen, in eine mit Olivenöl einfettete ofenfeste Form geben, klein geschnittenen Knoblauch draufgeben, mit Pfeffer und etwas Salz würzen und mit dünn geschnittenen Zitronenscheiben bedecken. Etwa 15 Minuten bei 180 in den Ofen.

Dazu passen Nudeln mit Olivenöl.

Gazapacho Variation

Heute Mittag bleibt die Küche kalt, da gibt es eine von uns sehr gemochte Variation des spanischen Klassikers, der Gazpacho. Ich nehme:

2 Salatgurken

8 Tomaten

etwas Staudensellerie

etwas Frühlingszwiebeln

eine Chilischote

Salz

Zitronensaft

etwa einen halben Teelöffel Ras al Hanout

und noch etwas gemahlenen Kreuzkümmel

500 ml Kefir

Die festen Zutaten küchenmaschinentauglich vorbereiten und in den Mixer geben, pürrieren, den Kefir dazugeben, würzen, mixen, abschmecken, fertig. Kalt stellen. Dazu, wenn vorhanden, einfach ein paar in Olivenöl knusprig gebratenen Croutons machen (unbedingt dabei bleiben, der Übergang von knusprig hin zu Steinkohle vollzieht sich rasend schnell). Wer mag, kann auch etwas Knoblauch mitbraten.

Wenn man etwas mehr Zeit hat, kann man noch zusätzlich Würfelchen aus Gurke, Tomate und durchaus auch Paprika (kann man auch mit in den Mixer tun) und sogar Serrano Schinken machen und die dann zu der kalten Suppe reichen.

 

Kalbsgeschnetzeltes in Estragonsahne

Manchmal muss es so richtig weiches, warmes, fluffiges Essen sein, das einfach nicht weh tut, unkompliziert und unbedingt mit Nudeln zu essen ist. Wie dieses hier:

Für 4 Portionen:

600 bis 800 gramm Kalbsschnitzel in mundgerechte Stücke geschnitten

1 kg Champignons (kleine kann man ganz lassen, grosse in Scheiben schneiden)

2 kleingeschnittene Schalotten oder entsprechende Menge Frühlingszwiebeln

250 gr crème fraîche

einen guten Schuss Weisswein

etwas Zitronensaft

getrockneten oder frischen Estragon (ruhig einen Teelöffel voll)

Blattpetersilie

Butter und Rapsöl zum Braten und Salz und Pfeffer

Das kleingeschnittene Fleisch in Butter und Öl scharf anbraten, aus der Pfanne nehmen, beiseite stellen. Zwiebeln kurz nicht zu heiss in der selben Pfanne anbraten, Champignons dazu geben, weiter ca. 5 Minuten braten lassen, mit Weisswein ablöschen, crème fraîche und Zitronensaft dazu geben. Mit Estragon, Pfeffer und Salz würzen und schmoren lassen, bis die Pilze durchgegart sind. Fleisch dazugeben, nochmal erhitzen, Petersilie draufstreuen. Mit Bandnudeln servieren.

Spaghetti mit Räucherlachs

Wenn es mal richtig schnell gehen soll.  Dieses Gericht ist in nicht mal 15 Minuten auf dem Tisch.

Für zwei Portionen braucht man:

200 gramm Räucherlachs

100 ml Fischfond

2-3 Esslöffel Crème fraîche

Zitronensaft,

wenn man hat, etwas Staudensellerie

1-2 Schalotten

200 gramm Champignons

einen Schuss Martini (soweit vorhanden)

eine Hand voll TK-Erbsen

Pfeffer/Salz (letzteres ganz wenig)

ein paar Safran Fäden (wenn vorhanden)

Fenchelgrün oder Dill

etwas Butter

300 gramm Spaghetti

Schalotten und Sellerie in etwas neutralem Öl und/oder Butter anschwitzen, klein geschnittene Pilze dazugeben. Das Ganze etwas garen lassen, dabei umrühren, mit Fischfond, Martini und Crème fraîche und Zitronensaft auffüllen, kleingeschnittenen Räucherlachs, Safranfäden und Erbsen hinzufügen, aufkochen lassen, mit Pfeffer und Salz abschmecken, fertig.

Parallel dazu natürlich schonmal die Spaghetti bissfest kochen.

Rhabarber-Schwein

IMG_6162

Es ist ja zur Zeit beste Rhabarbersaison und da gibt es bei uns immer (wobei mein Rhabarber im Garten leider etwas schwächelt) ein Rezept von Jamie Oliver, das eine Verwendungsmöglichkeit für die säuerlichen Stangen bietet, die mal nicht Kuchen oder Kompott ist.

Für 4 Portionen:

1 grossse Hand voll Salbeiblätter

2 geschälte Knoblauchzehen

Olivenöl,

2 Schweinefilets

Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer,

10 scheiben geräucherter Schinken

12 stangen junger Rhabarber

 

Die Hälfte des Salbeis im Mörser zerstossen, Knoblauch dazugeben und zerdrücken, 5 Esslöffel Olivenöl darunter mengen, die Filets damit einreiben und 1 Stunde marinieren (muss nicht unbedingt).

Den Backofen auf 220 Grad vorheizen.

Rhabarber in fingerlange Stücke schneiden und in einen Bräter geben. Die Filets mit wenig Salz und Pfeffer würzen und mit dem Schinken umwickeln, die Marinade sollte auf den Filets bleiben und das Fleisch auf den Rhabarber legen. Den restlichen Salbei draufstreuen und noch etwas Olivenöl darüber giessen. Das ganze mit Alufolie oder Pergamentpapier bedecken, etwa eine viertel Stunde so im Ofen lassen, dann die Folie entfernen und nochmal etwa 20 Minuten weiter braten lassen. Etwas ruhen lassen, aufschneiden und mit neuen Kartoffeln servieren.