Gefüllte Tomaten

 

Dazu braucht man pro Person:

2 grosse Tomaten

eine Scheibe geräucherten Schinken

2 Eier

2 Esslöffel geriebenen Käse

Pfeffer/Salz

Za atar oder Ras al Hanout oder Herbes de Provence oder Oregano

 

Von den Tomaten jeweils die Deckel abschneiden und vorsichtig das Innere rauslösen, klein geschnittenen Schinken dazugeben, jeweils ein rohes Ei hineingleiten lassen, würzen, geriebenen Käse (Gouda, Mozzarella, Parmesan oder auch Manchego, was halt gerade zur Hand ist) darüber streuen, Deckel wieder draufsetzen. Gut 40 Minuten (hängt von der Grösse der tomaten ab) bei ca. 190 Grad in den Ofen. Fertig. Ich esse dazu sehr gerne gekochten Grünkern.

Ich kann mir das ganze auch als  Vorspeise mit kleinen Tomaten, die man mit jeweils einem Wachtelei füllt, vorstellen. Die Garzeit muss dann natürlich entsprechend angepasst werden.

Bananen Verwertung

 

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Wenn bei Euch sowas in der Küche rumhängt und ihr wisst: obwohl die Bananen eigentlich jetzt erst wirklich schmecken, wird sie trotzdem keiner mehr essen, dann gibt’s hier zwei Rezepte, in die unbedingt genau solche Bananen gehören.

Von der ersten Verwertungsmöglichkeit gibt’s keine Fotos, sieht aber irgendwie braun/bananig aus, nach wirklich nichts Besonderem, aber schmeckt toll. Das Rezept ist ursprünglich von Frank Bucholz.

Bananenpudding

250 gr Zucker

7-8 reife Bananen

60 gr Pfeilwurzelmehl (oder Kartoffelstärke, Pfeilwurzelmehl gibt’s im Bioladen, ich habs immer da, weil es sich ürima zum Andicken eignet)

60 ml Milch

Öl fuer die Form

ca. 400 ml ungesüsste Kokosmilch

Puderzucker zum bestäuben

  1. Den Zucker in einer schweren Bratpfanne mit 180 ml kochendem Wasser übergiessen und bei milder Hitze auflösen, Bananen schälen und zerdrücken.
  2. Das Bananenmus in das Zuckerwasser einrühren und leise köcheln lassen, bis das Mus anfängt, dunkel und etwas rosa zu werden und am Pfannenboden zu kleben. Weiterkochen lassen und dabei ca. alle 8 Minuten die Schicht, die sich am Pfannenboden angesetzt hat, ablösen, umrühren und das Mus sich wieder setzen lassen. So verfahren bis das Mus eine satte dunkle Farbe angenommen hat und die Menge auf 250 ml reduziert ist. Das dauert etwa 50 min. (sagt das Buch, bei mir eher 90 min, aber man kann in der Zwischenzeit andere Dinge in der Küche machen)
  3. Inzwischen den Backofen auf 180 grad vorheizen. Das Pfeilwurzelmehl mit der Milch anrühren und mit dem leicht abgekuehlten Banenenmus verrühren. Alles in eine leicht geoelte, runde feuerfeste Form ( etwa 17 cm Durchmesser, min. 2,5 cm tief) geben und ohne Deckel im heissen Ofen bei 180 grad 1 bis 1 1/4 Std. backen, bis der Pudding gestockt ist (ich nehme immer eine Tarteform).
  4. Den Pudding mit einer Gabel oder einem Zahnstocher gleichmässig einstechen und mit dem grössten teil der gut durchgeruehrten Kokosmilch begiessen (sagt das Buch, ich brauche weniger, sonst gibt’s Sauerei). Den Pudding noch einmal 20 bis 30 min. in den ausgeschalteten Ofen stellen, herausnehmen.
  5. Den abgekühlten Pudding in stücke schneiden und lauwarm oder kalt mit Puderzucker bestäubt und mit der restlichen Kokosmilch beträufelt servieren.

Das ganze hält sich auch ein paar Tage im Kühlschrank.

 

 

Und heute hab ich aus den Bananen, die oben zu sehen sind, Bananenmarmelade gemacht, nach einem Rezept aus Foodie. Es ist eine Premiere, ich finde die Marmelade etwas zu süss, beim nächsten Mal gibt’s weniger Zucker und mehr Zitrone und/oder ich nehme Orangensaft zum Ablöschen.

Für 4 Gläser

3 Biozitronen

2 Bio-Orangen

1 Stück Ingwerwurzel (ca. 5cm lang)

1 kg geschälte Bananen

1/4 l Apfelsaft

500 gr Gelierzucker 1zu 2

Zitronen- und Orangenschale mit dem Zestenschneider abschälen, klein schneiden, den Ingwer auch ganz klein schneiden. Den Zucker in einer Pfanne karamelisieren lassen (nicht! aus den Augen lassen, der Grenzstreifen zwischen Karamel und Kohle ist ganz, ganz schmal) und die Zesten und den Ingwer darin kurz schwenken. Die Bananen mit einem Kartoffelstampfer zermatschen, Apfelsaft und  den Saft der Zitronen, dazugeben. Erhitzen, dann den Gelierzucker einrühren, eine Minute kochen lassen, die Zesten dazugeben, abfüllen.

 

Umwerfender Nachtisch

Ok, das sieht jetzt auf den Fotos nicht wirklich umwerfend aus und ich habe auch am Samstag vergessen, Bilder vom angerichteten Dessert zu machen. Das Rezept stammt ursprünglich aus der Süddeutschen Zeitung und ist von Tim Raue, wer dahin googelt, kriegt auch ein schönes Foto vom angerichteten Dessert.

Aber nun zum wesentlichen, ach ja, ich habe die Menge der Zutaten halbiert, das Rezept reicht so dicke für vier bis fünf Personen, laut Raue soll die doppelte Menge für vier Personen sein, aber das halte ich für definitiv zu viel, auch wenn es wirklich grossartig schmeckt:

Also:

250 Gramm dunkler Muscovado Zucker (Reformhaus, Feinkostladen)

70 Gramm Butter

500 ml Sahne

1/2 Teelöffel frisch gemahlener Pfeffer

eine gute Prise fleur de sel (steht nicht im Originalrezept, aber ist gut)

ca. 2 Esslöffel Speisestärke

8 Kumquats

Den Muscovadozucker zusammen mit der Butter vorsichtig erhitzen und 5 MInuten lang gut rühren, die Sahne dazu geben und solange rühren, bis der Zucker aufgelöst ist, Pfeffer und Salz dazugeben. Dann etwas von der Flüssigkeit in eine kleine Schüssel geben und gut mit der Speisestärke verrühren, dann wieder zurückschütten, gut verrühren und kurz aufkochen lassen. In Portionsschalen füllen, abkühlen und cremig werden lassen. Vor dem Anrichten kleingeschnittene und entkernte Kumquats darüber geben.

Das Dessert kann problemlos am Vortag zubereitet werden und ganz besonders gut passt dazu ein schöner Single Malt Whisky. Raue empfiehlt japanischen, aber ich bin da eher  traditionalistisch.

Gemüsetopf als Bildergeschichte

img_5559Zwiebeln und Knoblauch nicht zu heiss in Olivenöl anbraten.

img_5560etwas Zucker dazugeben und bei kleiner Hitze mindestens 10 Minuten schmurgeln lassen. Dann werden die Zwiebeln leicht süsslich.

img_5563Chili und bunte Paprika

 

Zucchini und Auberginen

img_5566Gehäutete Tomaten. Tomaten mit kochendem Wasser überbrühen und ca. 10 Minuten stehen lassen, dann löst sich die Haut fast von alleine.

img_5567Jetzt das ganze bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel Flüssigkeit ziehen lassen.img_5568und kleingeschnittene rohe Bohnen unterrühren.

Jetzt kann man, muss man aber nicht, einen Topf Crème Fraîche unterrühren. Was man allerdings muss ist grosszügig mit Za Atar würzen.  Herbes de Provence gehen auch, Thymian und Rosmarin alleine auch und auch Ras al Hanout passt dazu, gibt dem ganzen allerdings dann eine etwas andere Geschmacksrichtung. Ach ja, und Salz natürlich nicht vergessen

img_5572Dazu gabs Nudeln.

Und am nächsten Tag:

gabs das Gemüse (ich hab es etwas mit pürrierten Tomaten verdünnt) mit Thunfisch und Schwertfisch, die ich im Gemüse vorsichtig gegart habe und mit Backofenkartoffeln: Kartoffeln achteln (je nach Kartoffel schälen oder nicht), in Olivenöl wälzen (ist prima für die trockenen Winterhände), salzen und etwas Piment d’Espelettes drauf und bestimmt 40  Minuten  bei 200 Grad in den Ofen.

Fischsuppe

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Das ist ein Rezept, das man, wenn man wie ich, nicht wirklich über gute Fischeinkaufsmöglichkeiten verfügt, trotzdem machen kann und was mir zumindest auf Anhieb genauso geschmeckt hat, wie ich es mir vorgestellt hatte. Auf dem Foto gibt es mal wieder viele Portionen, das hat den einfachen Grund, dass die Tür des Gefrierschrankes, der gerade mit dieversem TK Fisch gefüllt worden war, nach dem Befüllen eine ganze Nacht offenstand. Und ihm Keller hört nunmal niemand das verzweifelte Piepsen des Tiefkühlschrankes. Abr nun zum Rezept:

Gemüsezwiebel, Knoblauch und Chilischote klein schneiden, in Olivenöl vorsichtig anbraten, dann bei geringer Hitze schmurgeln lassen. Karotten, Staudensellerie und Fenchelwürfel und Fenchelsamen dazugeben. Hitze etwas erhöhen, mit Raki oder Pastis und Noilly Prat ablöschen, wenn vorhanden, einige Safranfäden hinzufügen.
Dann geschälte in grössere Stücke geschnittene Tomaten dazugeben (da gehen auch Dosentomaten, ich mag die von Mutti).  Etwas schmoren lassen und dann mit Fischfond (auch hier darf es der Fond ausm Glas sein), Weisswein und etwas Zitronensaft auffüllen, mit Lorbeerblättern und Salz würzen.
Das kann dann ruhig eine halbe Stunde vor sich hinköcheln. Zum Abschluss diverse mundgerechte Stücke Fischfilet dazugeben, diesmal waren es Kabeljau, Lachs und Jakobsmuscheln (Scampi, Calamaristücke, Kabeljau gehen natürlich auch), kurz ziehen lassen, einmal aufkochen und kleingeschnittenes Fenchelgrün dazutun.
Dazu passen Knoblauchcroutons oder auch separat gekochte Reisnudeln.

Man kann die Suppe auch prima verwenden, um Fischlasagne draus zumachen. Einfach Lasagneform einölen, Lasagneblätter / Fischsuppe im Wechsel drauf. Die obersten Lasagneblätter mit geriebenem Gruyère bestreuen und ab in den Ofen.

Apfelkuchen nach Ottolenghi

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Dieser Apfelkuchen von Ottolenghi ist wirklich grosses Kino und hat den unschlagbaren Vorteil, dass man ihn einen Tag vorm Servieren zubereiten sollte. Und zum Zerteilen und Schälen der Äpfel hab ich ein ganz tolles Maschinchen geschenkt bekommen.

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Apfelkuchen mit Olivenöl und Frischkäsecreme

Zutaten

80g Sultaninen
280g Mehl (Typ 405)
1/2 TL gemahlener Zimt
1/4 TL Salz
1/2 TL Backpulver
1 1/4 TL Natron
1/2 Vanilleschote
120 ml Olivenöl (ein wenig mehr zum Ausstreichen der Form)
160g Zucker
2 Eier, leicht verquirlt
3 süßsäuerliche Äpfel (etwa Boskop), geschält, entkernt und in 1cm große Würfel geschnitten
Abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
2 Eiweiß
Puderzucker zum Bestäuben (nach Belieben)

Frischkäsecreme

100g weiche Butter
100 g heller Muscovadozucker
85ml Ahornsirup
220g Frischkäse (raumtemperiert)

Zubereitung

Eine Springform mit 20 cm Durchmesser leicht fetten, Boden und Rand mit Backpapier auslegen. Die Sultaninen und vier Esslöffel Wasser in einen Topf geben und bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis sie das Wasser aufgenommen haben. Abkühlen lassen.

Den Backofen auf 170 Grad vorheizen. Das Mehl zusammen mit Zimt, Salz, Backpulver und Natron in eine Schüssel sieben.

Die Vanilleschote der Länge nach aufschneiden, das Mark mit einem Messerrücken herauskratzen und zusammen mit Olivenöl und Zucker in die Schüssel der Küchenmaschine geben oder mit dem Schneebesen aufschlagen. Nach und nach die verquirlten Eier hinzufügen. Es sollte eine gleichmäßige, dicke Masse entstehen. Die Äpfel, Sultaninen und Zitronenschale untermischen. Dann vorsichtig die Mehlmischung unterheben.

Die Eiweiße zu weichem Schnee schlagen und in zwei Portionen vorsichtig unterheben.

Die Masse in die vorbereitete Form füllen, glatt streichen und in den Backofen schieben. Die Backzeit ist abhängig vom Ofen und davon, wie saftig die Äpfel sind. Nach etwa 45 Minuten die erste Garprobe machen. Dafür einen Holzspieß in die Mitte des Kuchens stecken. Haftet nach dem Herausziehen kein Teig mehr daran, ist der Kuchen fertig. Die Backzeit kann bis zu 1 1/2 Stunden betragen. Den Kuchen in der Form vollständig abkühlen lassen.

Aus der Form lösen und mit einem langen Brotmesser horizontal in zwei gleich dicke Scheiben schneiden. Falls nötig, vorher die Oberfläche des Kuchens mit einem Messer glätten.

Für die Creme die Butter mit dem Zucker und dem Ahornsirup leicht und luftig aufschlagen. Das geht per Hand oder, besser noch, in der Küchenmaschine mit dem Rührelement. Den Frischkäse hinzufügen und rühren, bis die Creme homogen und geschmeidig ist.

Mit einer Palette eine 1 cm dicke Lage Creme auf der unteren Hälfte des Kuchens verteilen. Die obere Hälfte vorsichtig darauf setzen. Die restliche Creme mit der Palette wellenförmig auf der Oberfläche verteilen. Nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.

Salat mit überbackenem Ziegenkäse

img_5530Hier ist die Vorspeise fürs Freitag Abend Menü. Feldsalat, geraspelte Möhren und etwas klein geschnittener Staudensellerie. Pfeffer, Salz, Balsamico Essig und gutes Olivenöl (bekomme ich immer reichlich geschenkt und bin froh darum). Man kann natürlich auch alles mögliche andere in den Salat packen, ich hatte eben das gerade im Haus.

Dazu dann eine Scheibe Weissbrot toasten, darauf Ziegenfrischkäse geben, eine Prise  Pul Biber oder Piment d’Espelettes, etwas Zitronenschalenabrieb (passt ganz wunderbar zu dem Käse) und noch eine Prise Za Atar oder Oregano drüber streuen, dann das ganze kurz unter den Grill packen (etwas kürzer als ich es am Freitag gemacht habe, das Bort muss nicht so schwarz werden…) und servieren.

Boeuf Stroganoff

 

Und das war der Hauptgang am Freitag Abend: Boeuf Stroganoff. Das ursprüngliche Rezept stammt aus einem Kochbuch von Alfred Biolek, aber keine Ahnung, ob ich das immer noch so koche, wie es dort gestanden hat, das Gereicht ist bestimmt seit 20 Jahren bei mir im Repertoire, und ich freu mich heute schon auf die Reste.

Ca. 1 kg Rinderfilet (oder gutes Rumpsteak) in gulaschgrosse Würfel schneiden. Anbraten. Aus dem Bräter herausnehmen.

3 Schalotten anbraten, dann 1 Esslöffel Senf und 2 Esslöffel Tomatenmark sowie eine kleingeschnittene Chilischote  und 2 gepellte und kleingeschnittene Tomaten dazugeben, kurz anrösten, 500 gramm (können auch mehr sein) geviertelte Champignons, 10 – 15 kleingewürfelte Gewürzgurken, einen guten Schuss Brandy und 1 Becher Créme Fraîche und Pfeffer und Salz dazugeben, gut rühren, schmoren lassen, bis die Champignons gar sind, Fleisch dazugeben, noch kurz schmoren lassen. Derweilen Bandnudeln kochen (dürfen gute aus der Tüte sein, zum Nudelmachen kommen wir ein anderes Mal) und damit servieren.

Tarte Tatin von der Birne

Das war der Nachtisch für das Freitag Abend Menü. Tarteformmit Zucker und ZImt ausstreuen, Birnen achteln und sie darauf wie auf dem zweiten Foto verteilen. Dann mehrere Platten TK Blätterteig (es lohnt sich, einen zu suchen und zu finden, etwa bei Edeka, der wirklich nur aus Butter, Mehl, Wasser und Salz besteht) auftauen, sie übereinanderlegen und so ausrollen, dass man damit den Kuchen einpacken kann. Etwa 40 Minuten bei 190 Grad in den Backofen. Dann etwas ruhen lassen und auf einen Teller stürzen. Dazu schmeckt aufgeschlagenen Crème Fraîche, Vanilleeis und natürlich auch ein Birnenschnaps.

Der ultimative Schokoladenkuchen

dscn0670Meine Freundin Sophie hat diesen Kuchen quasi ihrem Sohn Lucas mitgegeben, als er mal wieder bei uns zu Besuch war. Es gibt kaum einen Kuchen, der einfacher herzustellen ist und gleichzeitig einfach nur grossartig schmeckt:

Man nehme:

250 Gramm beste! (Lindt sollte mindestens drin sein) Bitterschokolade

6 Eier

250 Gramm Zucker, eine Prise Salz

250 Gramm Butter.

Die Butter zusammen mit der in Stücke gebröselten Schokolade vorsichtig erwärmen.

Derweilen die Eier zusammen mit dem Zucker und dem Salz schaumig rühren.

Wenn alles schaumig und flüssig ist, das ganze zusammenkippen, durchrühren und in eine gebutterte Tarteform geben.

Bei 180 Grad ca. 20 bis 30 Minuten backen. Der Kuchen ist fertig, wenn sich auf der Oberfläche Risse zeigen, dann ist er innen auch noch schön „knatschig“.